11. Januar 2014

Dieses Buch ist eine Mogelpackung

Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz interessieren mich. Und auch die Idee eines Lebens ohne Geld finde ich interessant, weswegen ich zu Raphael Fellmers Buch „Glücklich ohne Geld“ gegriffen habe. Der Autor ist mir trotz zahlreicher Berichte in den Medien bislang nicht bekannt gewesen, so dass ich vollkommen unvoreingenommen an das Buch gegangen bin.

Das Buch beginnt damit, dass der Autor von seinen Reisen erzählt. Dabei wirkt er auf mich sehr selbstgefällig und wird mir somit gleich unsympathisch. Munter reist er durch die Weltgeschichte und schneidet mal hier und mal da ein Thema an. Wirklich behandelt wird jedoch keines dieser Themen, stattdessen wird eifrig das Ego des Autors gepusht. Ich hatte gehofft, etwas Interessantes zu lesen zu bekommen. Leider dient das Buch scheinbar mehr dazu, darzustellen wie toll und klug der Autor doch ist, als sich wirklich mit den angeschnittenen Themen auseinander zu setzen.

Insgesamt ist das Buch für mich eher eine Mogelpackung. Aus meiner Sicht lebt der Autor nicht ohne Geld, er bezahlt eben nur nichts, weil er andere Leute findet, die seine Rechnungen bezahlen. Das ist für mich aber kein Leben ohne Geld. Ein Leben ohne Geld wäre beispielsweise, ohne Strom zu leben oder den Strom selbst zu erzeugen. Sich einfach nur jemanden zu suchen, der die Stromrechnung bezahlt hat nichts mit einem Leben ohne Geld zu tun. Und das Buch ist voll mit ähnlichen Beispielen.

Der Schreibstil lässt sich eigentlich ganz nett lesen. Die starke Ich-Bezogenheit von Raphael Fellmer ist jedoch anstrengend. Zudem wird der Lesefluss durch diverse Flüchtigkeitsfehler immer wieder unterbrochen.

Der Autor fordert dazu auf, das Buch nicht zu behalten, sondern weiter zu verschenken. Dieser Aufforderung komme ich gerne nach, denn für ein solches Werk ist mir der Platz in meinem Buchregal zu schade. Man kann sich das Buch auch kostenlos als Kindle Ebook herunterladen.

Glücklich ohne Geld – Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer Lebe / Raphael Fellmer / Redline Verlag / 2013 / Broschiert / 225 Seiten / ISBN: 978-3868815054
/ Preis: 14,99 Euro / Kostenlos als Kindle Ebook verfügbar /

15. Dezember 2013

Bücher - Ein Anti-Lobgesang

Bücher sind nicht immer nur toll. Es gibt auch viele Dinge, die an Büchern nicht gut sind. Deswegen hier ein Anti-Lobgesang auf alles rund ums Buch:
  • Liebesgeschichten in Krimis / Thrillern / Horrorgeschichten wenn sie nicht zur Story passen und es nur darum geht, noch ein bisschen Liebe mit in die Geschichte zu bringen.
  • Buchrücken, die schon vom angucken brechen
  • Bücher nutzen durch häufigen Gebrauch ab
  • Zwanghafte HappyEnds
  • Bücher brauchen viel Platz
  • Bücher müssen immer abgestaubt werden
  • Man braucht immer Licht zum lesen (trifft natürlich nicht auf beleuchtete Ebook-Reader zu)
  • pseudokluges Gerede um einem oberflächlichen Inhalt einen Pseudotouch von Tiefe zu geben.
  • Besonders in historischen Büchern haben (gefühlt) alle bisherigen Jungfrauen ein fantastisches 1. Mal mit einem unheimlich tollen Orgasmus nach 30 Sekunden. 
  •  Übertreibungen
  • keine Anführungszeichen bei wörtlicher Rede
  • Bücher, die ein ganz dünnes Papier haben, welches man schlecht umblättern kann
  • Bücher, deren Buchschnitt schon nach recht kurzer Zeit anfängt zu vergilben
  • Zu viele künstliche Zufälle
  • Wenn der Autor ein Klugscheißer ist und seine Leser immer wieder belehren will
  • Häufig äußerst unverantwortlicher Umgang mit Verhütung und dem Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten
...to be continued! 

14. Dezember 2013

Kommerzwahn & sinnlose Geldverpufferei

Mal ganz davon abgesehen, dass mich unerwünscht zugesendete Werbung sowieso nervt, nervt sie mich gerade ganz besonders. Zum einen liegt dies an dem Kommerzwahn zu Weihnachten, vor allem aber an Silvester. Für mich ist Silvester ja eh überbewertet.

Was mich jedoch jedes Jahr wieder ins Staunen versetzt ist die Tatsache, dass die Leute immer jammern, wie teuer alles geworden ist, dann aber sinnlos Geld in Form von Feuerwerksraketen und Böllern in den Himmel jagen. Gerade liegt der aktuelle Prospekt eines Großhändlers vor mir. Dort werden Feuerwerkssets in einer Preisspanne von 34,99€ bis 299,00€ beworben. 19% Mehrwertsteuer kommt auch noch drauf. Natürlich gibt es auch günstigere Sets für ein paar Euro. Aber trotzdem ist das schon viel Geld, welches einfach so in der Luft verpufft.

Ich gebe für so einen Blödsinn kein Geld aus, sondern spende es. Dieses Jahr geht meine Spende an die Syrien Nothilfe der UNO - Flüchtlingshilfe. Könnt ihr auch machen, geht ganz einfach!


4. Dezember 2013

Alle Jahre wieder: der Ticketverkauf der lit.COLOGNE 2014 ist gestartet


Vom 12.03. bis 22.03.2014 findet die 14. lit.COLOGNE in - wer hätte das bloß gedacht?! - Köln statt. Die lit.COLOGNE zählt zu den größten Literaturfestivals in Europa und bietet innerhalb von 10 Tagen um die 150 Lesungen, Diskussionsrunden und Gespräche zu völlig unterschiedlichen Themengebieten an.

Heute wurde um 12.00 Uhr das Programm veröffentlicht und gleichzeitig begann auch der Vorverkauf der Karten. Natürlich bekam man wie jedes Jahr statt dem aktuellen Programm erst einmal verschiedene Fehlermeldungen zu lesen, die letztendlich alle nur aussagten, dass die gewünschte Seite nicht erreichbar ist. Durch geduldiges, regelmäßiges antippen der F5-Taste gelang es mir dann gegen 12.30 Uhr doch, mir das Programm anzuschauen. Aus Angst, dass die Seite wieder zusammenbricht, habe ich das Programm erst einmal nur kurz überflogen. An einem Namen blieb mein Blick dann länger hängen; Bela B. Also habe ich einmal tief durchgeatmet und mich somit für den zweiten alljährlichen Fehlermeldungsmarathon gewappnet: Tickets bestellen. Über KölnTicket ging gar nichts mehr. Eventim funktionierte zwar, hier waren die Tickets und Gebühren aber teurer. Also habe ich telefonisch versucht bei KölnTicket zu bestellen und kam nach einigen Minuten in der Warteschleife dann auch dran. Eine freundliche Dame nahm schnell meine Bestellung auf und bestätigte mir diese umgehend per Email. Geschafft. John Niven und Bela B. - ich komme.

Jedes Jahr ärgere ich mich erneut darüber, dass das Programm nicht schon vorab veröffentlich wird, damit man sich ausreichend informieren kann, welche Veranstaltungen man besuchen möchte. Jedes Jahr ärgere ich mich dann noch ein wenig mehr, wenn ich am Veröffentlichungstag vor dem PC sitze und nur noch Fehlermeldungen angezeigt bekomme. Jedes Jahr hoffe ich, dass nicht ausgerechnet die Veranstaltung, die ich besuchen möchte, schon ausgebucht ist. Und irgendwie gehört all das auch jedes Jahr ein bisschen zur lit.COLOGNE dazu, weil die Freude auf eine schöne Veranstaltung dann doch größer ist, als der Ärger vorher.